Nur für Chefs: Wenn Mitarbeiter nicht fotografiert werden wollen

Kamera Mitarbeiterfotos überzeugen
Kameras können bedrohlich wirken. Genau hingesehen sind sie ganz harmlos. Foto: JC Gellidon

„Die stellen wir alle in eine Reihe und dann werden die abgeknipst! “ 

„Die Fotos sind ja für die Firma, und nicht für die Leute“ 

„Meine Leute sind da nicht so zimperlich“.

Bei den drei Sätze eines Firmenchefs lief es mir eiskalt den Rücken runter. Hatte er das Wort Shooting zu wörtlich verstanden? 

Nun gehörst Du vermutlich nicht zu der Spezies solch unsensiblen Vorgesetzter. Denn Offenheit ist Dir wichtig, sonst würdest Du auch nicht deine Mitarbeiter für die Website fotografieren lassen wollen. Aber Du weiß auch, da ist nicht jeder direkt Feuer und Flamme.  

„Muss ich da auch drauf? Ich hab doch gar keinen Kundenkontakt!“. Wenn Du merkst es geht ein leichtes Raunen durch die Belegschaft, dann ist es an Dir darauf adäquat zu reagieren, denn sonst gibt nur schlechte Stimmung. Und das ist ja nicht das Ziel. 

Meiner Erfahrung nach entsteht diese Skepsis aus zwei Gründen: 1. Die Kollegen*innen wissen nicht warum und wofür Mitarbeiterfotos erstellt werden sollen und 2. sie wissen nicht was auf sie zukommt. 

Mitarbeiter*innen die verstehen, warum ihr Foto für Eure Firma wertvoll ist, sind gegenüber dem Thema aufgeschlossener, als wenn sie sich fotografieren lassen, weil „der Chef es so möchte“. 

Mit diesen drei Tipps überzeugst Du auch den letzten Skeptiker:

  1. Erklären Deine Idee hinter den Bildern. Was es damit auf sich hat und warum Du bereit bist darin zu investieren. Was haben Deine Mitarbeiter davon? Wenn sie wissen, dass Dein Ziel ist die Firma erfolgreicher gegenüber den Mitbewerbern zu machen, dann hat das direkte Auswirkungen auf die Sicherheit Ihres Arbeitsplatzes. Erkläre es an konkreten Beispielen: Der Vertrieb bleibt bei den Kunden besser in Erinnerung, das Recruiting wird persönlicher und Kunden wissen immer mit wem sie gesprochen haben. Sag Deinen Mitarbeitern wo Du die Bilder verwenden willst (Website) und wo sie es dürfen/sollen (z.B. LinkedIn). Wenn Du die richtigen Worte findest, gibt es deutlich weniger Widerstände.  
  2. Gib beim Thema Kleidung Hilfestellung: Kommuniziere klar, was Du erwartest und was nicht. Wenn ihr eine eher  eine lockere Firmenkultur pflegt und nach außen kommuniziert, macht es wenig Sinn wenn sich die Hälfte in Anzug und Krawatte wirft. Gib Deinen Mitarbeiter*innen eine Leitplanke an der sie sich orientieren können. Ich empfehle dabei eher lange statt kurze Leine. Das schafft Sicherheit und nimmt die Anspannung. 
  3. Stelle den Fotografen und den Ablauf des Shootings vor: Auch wenn Du denkst, dass DEINE Mitarbeiter da nicht so sind. Vor der Kamera locker zu sein ist für viele eine Herausforderung und Vertrauenssache. Gute Bilder brauchen Zeit und keinen Fließband-Takt. Deine Mitarbeiter können sich ihre Bilder bei mir direkt auf dem Laptop anschauen. Und natürlich setzen wir Korrekturen direkt um. Gute Bilder brauchen auch Vertrauen, denn es sitzt ja jemand anders am Drücker. Da hilft es wenn Sie schonmal einen Eindruck von mir haben. Stell Deinen Mitarbeitern vor, wer da kommt, warum Du ihn ausgesucht hast und wie wäre eine kleine Video-Botschaft von mir? 

Mit den drei Tipps machst Du aus den Mitarbeiterfotos einen Bonus statt einer Pflicht. Und eine Win-Win-Situation für Dich und Deine Mitarbeiter. 

Schreib mir jetzt eine Nachricht und lass und darüber sprechen wie wir Dein Fotoshootings gestalten. 

Patrick Lux

Patrick Lux

Ich fotografiere in meiner Wahlheimat Hamburg Unternehmen und Persönlichkeiten. Damit Du bei Deiner Zielgruppe dauerhaft in der Sichtbarkeit und Erinnerung bleibst.

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